Des Rätsels Lösung

“Verehrtes Fräulein, ich bin für Ihr Unternehmen schon durch Hecken gekrabbelt, da haben Sie noch gehofft, einen anständigen Job zu finden.” So oder ähnlich werde ich von nun an auf Telekommitarbeiter an der Hotline reagieren, wenn sie pampig werden.

Das Rätsel um das “shuffle shuttle” ist gelöst. Es handelt sich dabei um eine Idee von T-Mobile, die in gepimpten Autos Clubbesucher kostenlos zu zufällig ausgewählten Locations fahren wollen.

Dabei hätten wir doch eigentlich schon viel eher an die Telekom denken können. Schließlich haben die jahrelang schon mit dem Zufall gespielt. Wird DSL noch vor 2038 verfügbar sein? Wird der Router vielleicht doch vor der nächsten Eiszeit eintreffen? Wird mich der Typ von der Hotline nun nach dem dritten Mal an jemanden mit Fachkompetenz vermitteln? Mit welcher Wahrscheinlichkeit werden sie diesmal akzeptieren, dass der Anschlussinhaber umgezogen ist? Man hätte es ahnen müssen.

Aber auch wenn uns relativ zeitig bekannt war, dass es sich um eine Marketingaktion handeln würde, hatten wir doch Spaß an der Sache. Gemeinsam rätseln, gemeinsam suchen, gemeinsam hoffen. Vielleicht sind sogar neue Freundschaften entstanden. Alles in allem war es eine schöne Schnitzeljagd. Was noch viel schöner ist: Den Hype um das “shuffle shuttle” können wir bei Nichtgefallen jederzeit ins Gegenteil kehren. Wenn das Produkt nicht überzeugt, werden wir auch darüber mit ebensolcher Begeisterung bloggen. So funktionieren soziale Netzwerke. Hoffentlich.

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10 Konsultationen zu 'Des Rätsels Lösung'

  1. cybeerboy meint:

    Immerhin haben wir uns alle durch die Aktion kennengelernt ;)

  2. sassi meint:

    Hbat ihr die Dose denn nun gefunden?

  3. Dr.Engel meint:

    @cybeerboy: Ja diese Aktion hat uns allen was gebracht. Egal ob wir nun Marketingnutten waren oder nicht.

    @sassi: Ja, die Dose wurde von Gernot und Matthias gefunden. Ich bin eingetroffen, da saßen die beiden schon fröhlich grinsend mit den Schlüsseln in der Sonne. Gernot hat noch nichts drüber geschrieben, wird das aber hoffentlich bald nachholen.

  4. G. Janeff meint:

    rofl… ich bin für den rosa Riesen durchs Gebüsch gekrabbelt…

    Mannomann, du hast aber einigen Ärger mit der Telekom aufgestaut…?
    Blogforward!

  5. Dr.Engel meint:

    Oh nein, ich bin praktisch ein Fan des rosa Riesen. Aber man hört über die Jahre ja so einiges von Bekannten oder liest es im Internet. Ich denke da nur an die Aktion, wo die Telekom einer Kundin aus Versehen über 500 Router geschickt hatte.

    Strenggenommen ist ja T-Mobile auch nur ein Tochterunternehmen. Und da läuft sicher alles reibungslos, alle Mitarbeiter sind freundlich, kompetent und frischgewaschen und die Rechnungen werden jeden Monat nach unten abgerundet. Nicht zu vergessen die fairen Tarife, SMS die noch vor dem Schreiben ankommen und Handys, die ein Leben lang funktionieren und auf Wunsch sogar abwaschen.
    Puuh, ich hoffe, ich bin jetzt rechtlich aus dem Schneider. :-D

  6. Lyrasia meint:

    :-)

    alles in allem eine sehr symphatische aktion der vm-people, da steckt viel Witz, Phantasie und Spass an der Sache drin in ihrer Arbeit.

    egal was man vom Auftraggeber hält, so macht Marketing allein beim beobachten schon Spass, ganz anders als die ewigen Briefe, Anzeigen, TV-Spots, und flashige Popups, die mich ziemlich kalt lassen im großen und ganzen.

    sicher werden viele unken, aber völlig egal. Ich finde nicht unbedingt, das man als blogger oder teilhaber von dem was sich Web 2.0 nennt, raus ist aus der Welt, wir sind Teil auch des Marktes, ob wir wollen oder nicht. Und wenn schon, dann doch gerne so.

    Was das Auto und den Shuffle-Service angeht, ich kann mir gut vorstellen dass das funktioniert. Vor 18 Jahren schon konnte man sich im Radio zu einem Blind-Date verabreden oder spontan auf eine dort dargebotene Party latschen.
    Beim heutigen Zeitgeist kann ich mir gut vorstellen, sind die Wagen erst mal bekannt, das sie auch heiter abgewunken werden, wenn sie zb Samstags abends durch die Städte cruisen.

    Ob man sich dann für ein T-Com Produkt entscheidet ist ja letztlich jedem selbst überlassen, auch die Gründe dafür sind vielseitig, warum oder warum nicht, ich kann mir jedoch vorstellen, das eine solche Aktion, wenn sie bekannter wird, bei vielen durch Spass so nach und nach die Symphatiekurve hochgehen lässt. So funktioniert es halt.

    Was solls, es war eine tolle Schnitzeljagd :-)

  7. cybeerboy meint:

    Da fallen mir nur noch die Worte: “Hustle The Sluff” ein.

  8. Dr.Engel meint:

    @Lyrasia: Da stimme ich dir vollkommen zu. Die Aktion war gut gemacht, konnte viele begeistern und hat auch wieder ein paar Blogs nähergebracht.

    Blogger und Werbung werden wohl eine stark diskutierte Angelegenheit bleiben.
    Die Blogosphäre ist ja sowas wie die ungefilterte Stimme des Volkes und da widerstrebt es vielen, dass ausgerechnet dieses wichtige Instrument dafür genutzt wird, praktisch kostenlos ein Produkt bekannt zu machen. Allerdings können wir auch wieder das Gegenteil bewirken, je nachdem ob uns etwas gefällt oder nicht. Letztendlich entscheidet auch nicht die Werbung, sondern die Praxiserfahrung.

    Die Gegenstimmen zu dieser Aktion fand ich aber gut und wichtig. Auch ich habe diese Gegenmeinungen gelesen und sie ernstgenommen. Ich habe mir auch überlegt, ob ich weiter darüber schreiben will, wenn es nur dazu dient, Werbung zu machen. Ich habe mich aber dafür entschieden, weil es interessant und lustig war. Es war spannend zu beobachten wie sich nur auf Grund eines Briefes ein ganzes Netzwerk formt, sich gegenseitig hilft, Mut zuspricht; aber auch wie sich Gegenstimmen einmischen. Hustle the Sluff eben. :-D

  9. Lyrasia meint:

    yeep, ich hatte die gegenstimmen auch gelesen, und ernst genommen.
    insofern jedoch eben meine persönliche Entscheidung getroffen.

    Letztlich ist es wie der Aufkleber am Briefkasten.
    ich will da auch einen machen. Keine Werbung, ausser: xyz ;-)
    Hustle the sluff könnte da glatt das neue Schlagwort werden :-)

    in diesem sinne liebe grüße
    Ly

  10. Gernot meint:

    Ich hab inzwischen darüber geschrieben.

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