Lyrasias freie Tage
30. Januar 2007 - Geschrieben in: Tagträumereien, Kunsterziehung2 Konsultationen »
Am dritten Tag ihrer Internetabstinenz hatte Lyrasia
beim Nordic Walking das starke Gefühl,
das Internet wolle sie mit Macht zurück.
Am dritten Tag ihrer Internetabstinenz hatte Lyrasia
beim Nordic Walking das starke Gefühl,
das Internet wolle sie mit Macht zurück.
Auch ich gehöre jenem ausuferndem Teil des Graswurzel-Volksapparates an, der völlig ungeniert nicht damit aufhören kann, seine amateurhaften - und mit grafischen Effekten vollgekotzten - Wirklichkeitsablichtungen in virtuelle Fotogemeinschaften einzubringen und sich dabei zu fühlen wie ein Cunningham-Warhol-Frankensteinmonstergemisch. Belichtungszeit, ISO und Weißabgleich sind zu leeren, elitären Fotografenphrasen verkommen. Die Ein-Klick-Fotokorrektur moderner Software ermöglicht uns, die Realität mit Kolorationen jeglicher Abnorm totzusättigen* und den Weg für die wahre Volkskunst zu bereiten. Das Flickrbild.
Abhörskandal? Oder doch nicht? Ein kleiner Scherz unter Kollegen? Die gefunden Mikrofone in einem Abgeordnetenbüro im Bundestag bieten viel Raum für Spekulationen. Dieses Blog bringt nun etwas Licht in das Dunkel der Verschwörungstheorien. Denn Dr.Engel ist es gelungen, in den Besitz des polizeilichen Einsatzprotokolls inklusive einem Tatortfoto zu kommen. Doch lesen Sie selbst:
“Oh bitte nicht schon wieder”, dachte ich, als mein Handy innerhalb einer Stunde zum dritten Mal klingelte. Es war wieder mein Kaktus vom Fensterbrett im Schlafzimmer. “Nun mach schon Martin. Komm nach Hause und gieß mich endlich!” bettelte er deutlich aggressiver als beim ersten Anruf. Da mahnte er mich noch auf höfliche Art, dass ich doch bitte unter keinen Umständen das Wasser für ihn vergessen solle.
Mit der Hoffnung, dass in diesen Tagen die Flut dahergebeteter Jahresanfangsglückwunschsätzchen wieder abebben wird, nimmt dieses Blog sein darstellendes Spiel wieder auf und beginnt sogleich mit einer höflichen und (zugegebenermaßen) heuchlerischen Entschuldigung.